Managing Director Geert Benoit macht sich Gedanken über die Sponsoren in der ersten Fußall-Liga.

„Der japanische Reifenhersteller Yokohama Rubber gibt pro Jahr über 50 Millionen Pfund als Sponsor von Chelsea aus ...“

„In unserer Branche gibt es extrem ehrgeizige und erfolgreiche Unternehmen, aber ich glaube, dass es noch lange dauern wird, bevor SDL oder LionBridge mit ihrem Logo als Sponsor auf den Trikots einer der großen Fußballmannschaften der ersten Liga oder Champions League zu sehen sein werden.“

„Außerdem will ich sowieso nicht nach Chelsea.“

Das waren meine Gedanken, als ich gestern Abend in Ghent von den blauen und weißen Neonlichtern des fantastischen neuen Fußballstadions meines Heimatteams AA Gent willkommen geheißen wurde, das auch als La Gantoise bekannt ist.

Ghelamco Arena

Ich war nicht auf dem Weg zu einem Spiel der Champions League und auch nicht zu einem Spiel des Fußballteams, das wir sponsern: das Hallenfußballteam Yamagata Europe. Nein, ich war auf dem Weg zur Eröffnung des Japan Square Film Festival.

Japan Square Film Festival

Seit der Geburt des Festivals (das in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet) sind wir der Hauptsponsor und dabei soll es auch bleiben. Das Festival wird von einem kleinen Team aus Japanliebhabern und Filmbegeisterten organisiert und ist das größte japanische Filmfestival in Belgien. In seiner Liga ist es also das Beste, was die erste Liga zu bieten hat. Die Hälfte der Kinos wurde von Yamagata-Gästen und -Angestellten bevölkert. Ob Yokohama jemals das halbe Stamford-Bridge-Stadion von Chelsea füllen wird?

Der Eröffnungsfilm in diesem Jahr war ein Samurai-Drama über den Untergang des jidaigeki, des traditionellen Samurai-Films in Japan. Der besondere Schwerpunkt galt einer der typischen Rollen in diesem Filmgenre: Dem kirare yaku bzw. dem Typ, der in einem Schwertkampf stirbt, manchmal in einem verdrehten Fall in Shrimphaltung, der als ebizori bezeichnet wird.

Ebizori

Bei dem Festival wird immer ganz altmodisch Wert auf den „Inhalt“ gelegt: eine hervorragende Auswahl und Positionierung vor dem Start des Films. Es gibt eine Einführung in die Kunst von ebizori, jidaigeki, uzamasa und wenn der Film anfängt, ist man mit dem Kopf schon in Kyoto. Und dank sake, japanischen Kellnerinnen, Sushi mit Shrimps und einem japanischen Hybridbier, das in Belgien gebraut wird, bleibt man auch noch nach dem Film dort.

Echter Wert fürs Geld und Spaß dazu: Das mögen wir, wenn wir uns als Sponsor engagieren!

Und fürs Protokoll und aus riesigem Respekt für unsere Hallenfußballspieler: Hier können Sie ihren Abenteuern folgen.

Gepostet von Geert Benoit, Managing Director